LEYCOpure Umkehrosmose Anlagen
Unsere LEYCOpure Umkehrosmoseanlagen sind für Rohwässer mit Salzgehalten bis ca. 1.000 ppm geeignet. Die Anlagenleistungen
sind auf Rohwassertemperaturen von 15° C ausgelegt. Bei Temperatur-Änderungen von je 1° C ist die angegebene Leistung der Osmoseanlage
um je ca. 3% anzuheben oder zu vermindern.
Die max. Temperaturschwankung für diese Leistungsänderung ist ca. 5° C, also zwischen 10° und 20° C.
Die aufgeführten Umkehrosmose-Anlagen sind Standard-Kompaktanlagen, aufgebaut jeweils auf Rahmen oder Wandchassis.
Standardmäßig wird je nach Anlagentyp ein Kerzenfilter mitgeliefert. Weitere Vorbehandlungsmaßnahmen sind entsprechend der Wasserqualität
zu berücksichtigen. Bei abweichenden Betriebsbedingungen sind Änderungen in Auslegung und Ausstattung möglich.
Beispiel einer Umkehromose-Anlage zur Trinkwasseraufbereitung im Bild
Aufbereitung von Brackwasser zur Versorgung eines Wohnhauses in Spanien.
Die Gesamtanlage besteht aus verschiedenen Vorbehandlungskomponenten,
Enthärtung, UO-Anlage, Mischkammer sowie einer permanenten UV-Desinfektion zur
Entkeimung des Frischwassers im Trinkwasservorratsspeicher.
Betriebsparameter, die beim Einsatz der Membranelemente einzuhalten sind
- Temperatur im Betrieb zwischen 5° und 35°C, bei Reinigung max. 45°C
- pH-Wert von 2 bis 11 im Normalbereich, bei Reinigung von 1 bis 12
- CL2 -Gehalt (frei) unter 0,1 mg/l
- CaSO4 unter Löslichkeitsgrenze
- SiO2 im Konzentrat unter Löslichkeitsgrenze
- CaCo3 - Index (LSI) negativ
- Verblockungsindex < 3
- Permeat-Gegendruck bei stehender Anlage max. 0,3 bar
Betriebsbedingungen für Umkehrosmose-Anlagen
Die Reinwasserleistung gilt für enthartetes Wasser mit einem Salzgehalt bis 1000 mg/l, Verblockungsindex < 3 und Ausbeuten zwischen
50 - 85 %. Hohere Salzgehalte und hoherer Verblockungsindex bedingen niedrigere Ausbeuten bzw. reduzierte Reinwasserleistungen.
Salzrückhalt mind. 95 %; die angegebenen Reinwasser-Leistungen gelten bei einem Zulauf-Fliesdruck von min. 2 bar und ohne
Permeat-Gegendruck.
Unsere Umkehrosmose-Geräte der Serie WG, ST, RS und RG sind so ausgelegt, dass sie die angegebene Reinwasserleistung noch
nach 3 Jahren erbringen. Die für diesen Zeitraum erwartete Leistungsminderung ist einkalkuliert. Die angegebene Reinwasserleistung
wird anfangs mit einem geringeren Betriebsdruck erzielt. Weitere Betriebsbedingungen siehe gesonderte Drucksachen: Gewährleistung,
Anleitung zur Reinigung und Desinfektion von Umkehrosmose-Modulen und Anleitung zum Betriebsprotokoll.
Wartung von Umkehrosmose-Anlagen
Die Umkehrosmose-Anlagen sind grundsätzlich vorbeugend zu warten. Wenn die Permeatleistung um 10 % abgesunken oder die Leitfähigkeit
um ca. 15 % angestiegen ist (bei nicht geänderten Betriebsbedingungen), muss eine geeignete Chemikalienspülung des Membransystems
vorgenommen werden.
Bei länger währender Stillstandszeit oder Außerbetriebnahme muss eine Konservierung durchgeführt werden.
Verkaufs- und Lieferbedingungen
Die Lieferung erfolgt zu unseren Verkaufs- und Lieferbedingungen. Die Preise verstehen sich ab Werk, ohne Verpackung und ohne Mwst.
Technische Änderungen in Ausführung und Auslegung, Preisänderungen behalten wir uns vor. Die angegebenen Daten sind keine Garantiewerte.
Bei Abweichung der üblichen Zulaufbedingung, Einsatzbereiche oder geforderte Permeat- Qualität kontaktieren Sie uns bitte.
Die Umkehrosmose ist ein physikalisches Verfahren zur Wasseraufbereitung. Sie wird zur Wasseraufbereitung
für Trink- und Prozesswasser, zur Abwasserbehandlung und zum Aufbereiten von Aquarienwasser
verwendet.
Osmose Verfahren
- Der Vorgang der Osmose läuft ab, wenn zwei Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Konzentration durch eine für Wasser durchlässige, jedoch für im Wasser gelöste sowie ungelöste Stoffe undurchlässige
Membran voneinander getrennt sind. Folgender Effekt kann beobachtet werden: Durch Diffusion wird versucht, den Konzentrationsunterschied der beiden Lösungen auszugleichen. Dies erfolgt dadurch, dass Lösungsmittelmoleküle (Wasser) durch die semipermeable Membran von der Lösung niedriger Konzentration in den Raum der Lösung der höheren Konzentration eindringen, um diese zu verdünnen. Eine gleichmäßige Verteilung der Teilchen der gelösten bzw. ungelösten Stoffe kann nicht erfolgen, da diese zu groß sind und somit die Membrane nicht passieren können.
Osmosischer Druck
- Es diffundieren solange Lösungsmittelmoleküle (Wasser) durch die Membrane von der Flüssigkeit mit der niedrigeren Konzentration in die Flüssigkeit mit der höheren Konzentration, bis sich ein Konzentrationsgleichgewicht eingestellt hat. Der daraus resultierende Höhenunterschied der beiden Flüssigkeitsspiegel bewirkt einen Druckunterschied, der als osmotischer Druck bezeichnet wird. Osmotische Vorgänge spielen in der Natur eine überaus große Rolle. Die Wasseraufnahme durch die Pflanzenwurzeln oder der Flüssigkeitsaustausch in den Körperzellen etc. wird durch Osmose bewirkt. Zur Lösung technischer Problemstellungen im Bereich der Wasseraufbereitung nimmt sich der Mensch die Natur als Vorbild und nutzt das Prinzip der Osmose.
Umgekehrte Osmose
- Durch Osmose kann man nicht nur ein Konzentrationsgefälle ausgleichen, es ist auch möglich, wie beispielsweise bei der Meerwasseraufbereitung, eine Flüssigkeit fast vollständig zu entsalzen. Gibt man auf die Flüssigkeit mit der höheren Konzentration einen Überdruck Pü > Posmotisch, so treibt man die Lösungsmittelmoleküle entgegen ihrer natürlichen Diffusionsrichtung durch die Membrane hindurch in die Flüssigkeit mit der niedrigeren Konzentration. Als Resultat erhält man ein sog. Permeat mit einer sehr niedrigen Konzentration und ein Konzentrat mit einer entsprechend hohen Konzentration an gelösten sowie ungelösten Teilchen. Aus dem Prinzip der Osmose wird das Prinzip der umgekehrten Osmose. Die entsprechende Anlagentechnik wird als Umkehrosmose-Anlage (Umkehr-Osmose-Anlage) oder als RO-Anlage (engl. reverse osmosis) bezeichnet.